Verkauft für ein Jahr (Teil 01)

Veröffentlicht am 26. Juli 2021
4.1
(7)

Prolog

Sophie hatte schlecht geschlafen. Sie war die ganze Nacht viel zu aufgeregt gewesen, um ein Auge zuzudrücken. Als bereits die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster ihrer beschaulichen ein-Zimmer-Wohnung gefallen waren, riss sie das schier ohrenbetäubende Klingeln an ihrer Tür aus ihrem Dösen. Panisch blickte sie auf die Uhr: Punkt 8 Uhr. Hastig sprang sie aus dem Bett und betätigte die Gegensprechanlage. „Frau Mauser? Ihr Fahrer ist hier.“, klang es in einem für sie ungewöhnlich höflichen Ton aus dem kleinen Lautsprecher. „Es tut mir leid,“, antwortete sie verlegen, „aber ich habe verschlafen und habe mich noch gar nicht frisch gemacht. Können sie ein paar Minuten warten?“. „Aber natürlich“, antwortete der Mann am anderen Ende der Leitung, „lassen sie sich ruhig Zeit. Ich werde im Wagen warten.“ Erleichtert atmete Sophie auf und ging mit schnellen Schritten ins Badezimmer. Obwohl sie viel Wert darauf legte, Make-up nur sehr dezent zu verwenden, brauchte sie für ihre Morgenroutine eine gute Viertelstunde. Wie so oft ließ sie auch heute das Frühstück aus, sie hatte ohnehin schon alle verderblichen Lebensmittel entsorgt. Am Abend zuvor hatte sie bereits ihre Sachen gepackt. Auch ihre Klamotten hatte sie sich zurechtgelegt: ein Officeoutfit, welches vielleicht ein bisschen zu kurz geraten war. Nicht so, dass es nuttig aussah oder wie ein Faschingskostüm wirkte, sondern genau so, dass es ihre Form schön betonte ohne all zu auffällig zu sein. Ihre lockigen, naturroten Haare vielen sehr schön an dem dunkelgrauen Stoff herunter. Mit einer kleinen Handbewegung zog sie die Haare nach vorne, sodass sie sich an ihre zwar ein wenig kleinen, aber dafür um so festeren Brüste anschmiegten. Noch ein letzter Blick in den Spiegel, dann verließ sie die Wohnung, wohl wissend, dass sie erst ein Jahr später zurückkehren würde. Als sie auf die Straße trat, erkannte sie den Wagen sofort. Wie ein Besucher aus einer anderen Welt stand inmitten der alten Kleinwagen, günstigen Mofas und an allen erdenklichen Dingen angeschlossenen Fahrrädern eine schwarze Limousine. Das Auto schien Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Einige von Sophies Kommilitonen standen in respektvollem Abstand um das Fahrzeug herum und begutachteten es, ein paar von ihnen hatten sogar ihre Handys gezückt und machen fleißig Fotos. Als der Fahrer des Autos Sophie sah, legte er schnell seine Zeitung beiseite und stieg aus. Zuvorkommend ging er auf die Studentin zu und nahm ihr den Koffer ab. „Guten Tag, Frau Mauser. Mein Name ist Silvio Fährmann, ich bin der Chauffeur von Herrn Ebstein.“ „Guten Tag“, entgegnete Sophie. Nachdem der Koffer im Kofferraum des Wagens verstaut war, ging der Bedienstete zur hinteren Tür und öffnete diese. Unter den neugierigen Blicken und dem leisen Tuscheln ihrer Nachbarn stieg Sophie in das Auto. Silvio nahm auf dem Fahrersitz platz und fuhr beherzt los. Als sie die Stadt verließen und die Landschaft begann, an den Fenstern nur so vorbeizufliegen, ging Sophie im Kopf noch einmal durch, wie sie in diese Situation geraten war:

Als sie mit 19 Jahren von der Schule abgegangen war, kannte sie nur ein Ziel: das langersehnte Medizinstudium. Ihre Noten waren nicht schlecht und so war sie ohne ein Wartesemester in die Uni ihrer Träume gekommen. Ihre Eltern waren zwar nicht arm, aber um die Miete in einer Großstadt zahlen zu können war es außer Frage, dass ein Nebenjob her musste. So hatte Sophie mit dem Kellnern in einem gehobenen Hotelrestaurant angefangen. Nachdem sie in ihrem Heimatort eher gut behütet aufgewachsen war, lernte sie in diesem Job sehr schnell, wie sie mit ihren Reizen umzugehen hatte, um das eine oder andere Trinkgeld zu erhalten. Sie genoss es, den Geschäftsreisenden mit einem knappen Outfit und ein paar Bewegungen, bei denen sie den Gästen wie zufällig einen guten Blick in ihren Ausschnitt bot, den Kopf zu verdrehen. Eines Tages bediente sie zwei Männer, welche in ihren teuren Anzügen genau der Klientel des Ladens entsprachen. Mit der Zeit fiel ihr immer mehr auf, wie häufig die beiden zu ihr herübersahen. Sie grinste in sich hinein und freute sich schon auf ein ordentliches Trinkgeld, denn das Geld konnte sie im Moment wirklich gut gebrauchen. Als die Herren sie endlich zum Zahlen herwinkten, stand einer der Männer bereits auf und ließ sie mit dem anderen Mann allein. Doch anstelle des erhofften Trinkgeldes drückte der Mann ihr eine Visitenkarte in die Hand. „Wenn sie einmal deutlich mehr verdienen möchten als jetzt, kommen Sie bitte vorbei.“ sagte er ihr noch, als auch er sich erhob, das Essen bezahlte und ohne ein weiteres Wort zu verlieren, das Etablissement verließ. Verdutzt blickte Sophie auf die Karte: „Sylvanus und Morringer – private Modeling“ stand darauf. Ansonsten nur eine Adresse im Regierungsviertel und eine Telefonnummer. Sie steckte die Karte in ihre Hosentasche und arbeitete weiter. Doch für den Rest des Tages ging sie ihr nicht mehr aus dem Kopf.

Als Sophie gegen 23 Uhr von ihrer Schicht nach Hause kam, holte sie die Karte wieder hervor. Was war das für eine Firma? Eine Modellagentur? Sie startete ihren Computer und sah nach, ob es etwas zu dieser merkwürdigen Firma im Internet gab. Aber außer einer sehr professionell aussehenden Website ohne viele Informationen fand sie nichts. Als sie sich die Karte erneut ansah, bemerkte Sophie einen kleinen Text, der unter der Telefonnummer stand. „Tag und Nacht erreichbar“, stand da Gold auf Schwarz geschrieben. Von ihrer Neugierde gepackt zückte sie ihr Handy und wählte die Nummer. Bereits nach wenigen Sekunden wurde das Telefon abgehoben und eine Frauenstimme meldete sich: „Sylvanus und Morringer, was kann ich für sie tun?“. Da Sophie nicht wirklich erwartet hatte, um diese Uhrzeit jemanden am anderen Ende der Leitung zu haben war sie ein wenig überrascht. „Hallo, ich äh… ich habe eine Visitenkarte von ihnen bekommen und mir wurde gesagt, ich solle hier anrufen.“ die betont freundliche Stimme der Sekretärin antwortete, ohne zu zögern, als habe sie schon vorher gewusst, was sie sagen würde: „Sie rufen also aufgrund einer Bewerbung an? Wir können ihnen morgen um 13:00 Uhr einen Termin anbieten.“, in der Zwischenzeit hatte sich Sophie wieder beisammen bekommen. „Ich würde vorher gerne wissen, was sie überhaupt für eine Firma sind.“, entgegnete sie selbstbewusst. „Dazu darf ich ihnen leider keine Auskunft geben. Solche Fragen besprechen sie am besten morgen hier im Büro. Die Adresse haben sie doch?“ „Äh, ja.“, entgegnete Sophie. „Alles klar, dann freuen wir uns auf sie.“ Mit diesen Worten legte die Frau, die für die mysteriöse Agentur arbeitete auf. Das Gespräch hatte mehr Fragen aufgeworfen als es beantwortet hatte. Was war das für eine merkwürdige Organisation?

Am nächsten Tag stand sie um Punkt 12:50 in einer weißen Gründerzeit-Villa im Regierungsviertel, in dem mehrere Büros untergebracht waren. Sie stand direkt vor einer Tür, neben der ein schlichtes Metallsc***d befestigt war: „Sylvanus und Mollinger“. Vorsichtig öffnete sie diese. Im Inneren des Büros sah es so aus, wie es wohl in einer Anwaltskanzlei aussehen musste: Designermöbel, ein dunkel vertäfelter Holzboden und eine Rezeption, an der eine sehr gut aussehende Frau um die 30 gerade auf einem Laptop tippte. Als die Tür aufging, blickte die Dame von ihrem Bildschirm hoch. „Guten Tag, wie kann ich ihnen behilflich sein?“, fragte sie in der gleichen Stimme die Sophie bereits bei ihrem Telefonat gehört hatte. „Wir hatten telefoniert?“, fragte sie unsicher. „Aber natürlich. Sie können gleich in das Büro durchgehen. Es ist gleich die Tür hinter mir.“ Zögernd ging die junge Studentin durch den Raum. Sie öffnete vorsichtig die Tür des Büros und stellte erleichtert fest, dass es leer war. Sie trat ein und setzte sich auf einen der zwei kleinen Stühle, der auf der Vorderseite des schweren Holztisches standen, der am Kopf des Raumes stand. Sie hatte sich kaum hingesetzt, da hörte sie, wie die Tür erneut geöffnet wurde und ein Mann den Raum betrat. Es war der gleiche Mann, der ihr am Tag zuvor die Karte gegeben hatte. Er gab ihr höflich die Hand und stellte sich als David Morringer vor, bevor er sich auf dem ledernen Chefsessel auf der anderen Seite des Tisches niederließ. „Sie haben sich sicher schon gefragt, was wir hier machen und, viel wichtiger, wie sie mit uns Geld verdienen können.“ Seine Stimme war zwar ruhig, er sprach aber mit einer derartigen Überzeugung, dass Sophie ein klein wenig zusammenzuckte. Der Klang seiner Stimme zeugte von Autorität. Anstelle zu antworten nickte sie nur leicht. „Nun, ihnen ist vielleicht unsere Webpräsenz oder eben ihr Fehlen aufgefallen.“ Wieder nickte Sophie. „Das ist ganz klar eine vorsätzliche Entscheidung. Wir verstehen uns nämlich als Privatagentur für eine gehobene Kundschaft und legen Wert darauf, stets diskret zu bleiben. Deswegen verzeihen Sie bitte die etwas … andere Art der Bewerbung bei uns. Wir möchten ihnen nämlich ein Angebot machen.“ Ein wenig nervöser als sie es gerne gehabt hätte antwortete Sophie: „Was für ein Angebot haben sie denn?“ „Nun,“, der Mann zögerte einen Moment, als überlege er, wie er das Nachfolgende formulieren solle. „Wir vermitteln Personen mit bestimmten Eigenschaften an einflussreiche Kunden. Wir glauben, dass sie diese Eigenschaften haben. Wir bieten ihnen eine Möglichkeit, eine außergewöhnliche Erfahrung zu machen und dabei eine Menge Geld zu verdienen. Aber um ihnen weiteres von diesem Angebot zu erzählen, bedarf es einer kleinen Formalität.“ Mit einer flüssigen Bewegung holte Herr Morringer ein Blatt Papier aus einem der Fächer des Schreibtisches und legte es so vor Sophie, dass sie es Lesen konnte. „GEHEIMHALTUNGSERKLÄRUNG“ stand dort als Überschrift in großen Lettern. „Dies ist eine Vereinbarung, dass alles, was wir hier besprechen, diesen Raum nicht verlässt. Bei einem Bruch dieses Vertrags drohen ihnen hohe Geld- und sogar Gefängnisstrafen. Sollten sie nicht bereit sein, diesen Vertrag zu unterschreiben, so müssen wir unser Interview leider an dieser Stelle abbrechen.“ Sophie schluckte. Doch ihre Neugierde schien ihre Hand zu lenken, als sie wie geistesabwesend nach dem bereitgestellten Kugelschreiber griff und ihre Unterschrift unter das Papierstück setzte. Sobald sie fertig war, zog der Agenturbetreiber das Papierstück wieder an sich heran und heftete es sorgfältig in einen kleinen Ordner. „Vielen Dank.“, sagte er. „Unser Angebot sieht wie folgt aus: Sie schließen einen Vertrag mit uns ab und wir vermitteln sie an einen unserer Kunden. Sie stellen sich ein Jahr lang in den Dienst dieses Kunden und erhalten dafür eine großzügige Entschädigung.“ „Was meinen sie mit ‚in den Dienst stellen‘?“, fragte Sophie. „Nun, wir betreuen anspruchsvolle Kunden mit anspruchsvollem Geschmack. Ihr genaues Aufgabenbild ist von Kunde zu Kunde unterschiedlich. Ihre Aufgaben berufen sich genau darauf, was der Kunde verlangt. Dies können tatsächliche Arbeiten sein, die meisten unserer Kunden wenden sich aber an uns, um Modelle für ihr Privatvergnügen zu engagieren.“ Plötzlich machte es klick in ihrem Kopf. Auf einmal ergab alles Sinn. Von der merkwürdigen Einladung bis zu dem merkwürdigen Fokus auf Geheimhaltung. „Meinen sie etwa Prostitution?“, pustete Sophie heraus. „Das können sie vergessen. So etwas mache ich nicht!“. Der Herr, der ihr gegenüber saß, blieb angesichts ihres plötzlichen Gefühlsausbruchs erstaunlich ruhig und gelassen. „Das wäre natürlich schade. Wir hätten uns gefreut, mit ihnen Geschäfte zu machen. Möchten sie sich nicht vielleicht doch den Rest des Angebots anhören?“ Sophie sah den Mann mit einem wütenden Gesichtsausdruck an. Was dachte er sich? Sie zu einer N*tte machen zu können? „Ich werde für kein Geld der Welt so eine Schweinerei betreiben. Sie können sich glücklich schätzen, wenn ich nicht die Polizei rufe.“, fuhr sie ihn an. Er fuhr fort, als habe sie nichts gesagt: „Für die Dauer ihrer Arbeitszeit werden sie kostenfrei bei unserem Kunden wohnen. Wir haben uns persönlich davon überzeugt, dass die Unterkunft in allen Maßstäben überaus luxuriös ist. Für ihre körperlichen Bedürfnisse wird bestmöglich gesorgt. Sie erhalten eine großzügige Vergütung in Höhe von 200.000 Euro. 50 % bei Vertragsabschluss und den Rest nach ihrer einjährigen Beschäftigung.“ Die Summe hatte Sophie wie ein Schlag getroffen. Es war eine Menge von Geld, die sie sich bei bestem Willen nicht vorstellen konnte. Doch war es das Wert? Ein ganzes Jahr lang ihren eigenen Körper zu verkaufen? Herr Morringer schien ihre plötzlichen Zweifel an ihrer erst so strikten Ablehnungshaltung zu bemerken. „Sie brauchen sich nicht jetzt zu entscheiden. Rufen Sie uns einfach innerhalb einer Woche an, so lange bleibt unser Angebot noch bestehen. Ich würde mich freuen, wenn ich bald von ihren höre.“ Mit diesen Worten stand er auf und begleitete die nun fast in Schockstarre verfallene Studentin aus dem Büro. Als sie wieder draußen vor der Tür stand, trat sie gedankenverloren den Heimweg an.

Zu Hause angekommen rief sie ihren letzten Kontoauszug im Internet auf. Es war erst der Siebzehnte, doch trotzdem hatte sie kaum mehr 50 € für den Rest des Monats. Vielleicht noch weitere 50 durch Trinkgelder, aber nicht viel mehr. Das Geld war schon immer knapp gewesen, seit sie in der Großstadt war, aber dieser Monat war besonders schlimm. Und genau jetzt kam das Angebot der mysteriösen Agentur wie ein Geschenk aus heiterem Himmel zu ihr. Geschockt von ihren eigenen Gedanken klappte Sophie schnell ihren Laptop zu. Was dachte sie denn da? War sie wirklich so verzweifelt geworden? Sie hatte Prostitution bisher immer als eine sündhafte Beschäftigung für arme, hilflose S*hlampen gesehen. Und jetzt zog sie es tatsächlich in Betracht, so eine Beschäftigung anzunehmen und dann auch noch für ein gesamtes Jahr? Innerlich zerrissen, auf der einen Seite verlockt aufgrund der Geldsumme, für die sie bei ihrer aktuellen Beschäftigung weit mehr als zehn Jahre arbeiten würde, auf der anderen Seite durch ihre moralischen Werte und ihre Angst vor dem, was sie erwarten könnte zurückgehalten. So verbrachte sie den Rest des Tages grübelnd in ihrem kleinen Zimmer, bis sie spät Nachts einschlief. Als sie am nächsten Morgen aufwachte, sah sie ihr von der Morgensonne erhelltes Zimmer klar vor sich. Sie hatte von einem Leben im Luxus geträumt. Von großen Himmelbetten, extravaganten Partys und Champangerduschen. Von einem attraktiven Millionär, der sie in ihre Obhut nahm. Sie hatte von all dem Geträumt, was sie sich schon immer gewünscht hatte. Ihr aktuelles Leben in dem kleinen Zimmer der Wohnanlage war so weit davon entfernt, wie es nur ging, doch plötzlich war das Leben ihrer Träume zum Greifen nah. Alles was es brauchte, war ein kleines Opfer. Ohne noch länger zu überlegen, griff Sophie nach ihrem Handy und wählte die zuletzt angerufene Nummer. Ohne auf die Begrüßung durch die Sekretärin zu warten, hörte sie ihre Stimme sagen: „Ich mache es.“

Von da an war alles sehr schnell gegangen. Nachdem sie bei einem erneuten Treffen, bei dem sie von mehreren Anwälten und Notaren umringt war einige weitere Verträge unterzeichnet hatte, schickte Herr Morringer sie zu einem Fotografen, um einige professionelle Fotos machen zu lassen. Es war kaum eine Woche vergangen, da klingelte auf einmal mitten in einer Vorlesung Sophies Handy. Unter den strengen Blicken ihrer Kommilitonen und ihres Professors lief sie aus dem Hörsaal. „Guten Tag Frau Mauser, hier ist David Morringer.“, meldete sich die ihr inzwischen bestens bekannte Stimme, „Uns hat ein Kunde kontaktiert, der Interesse an ihnen hat. Sie werden am kommenden Sonntag um 8 Uhr vom Fahrer dieses Kunden an ihrer Adresse abgeholt. Bitte kleiden Sie sich entsprechend.“ Mit diesen Worten legte er auf. Ein mulmiges Gefühl machte sich in der Studentin breit. Jetzt gab es keinen Weg mehr zurück.

Das plötzliche Stoppen des Wagens riss Sophie aus ihren Gedanken. „Verzeihung werte Dame, aber wir sind da.“, erklärte der Fahrer vornehm die Situation. Sie blickte aus dem Fenster. Auf der anderen Seite des Glases ragte in einiger Entfernung ein riesiges, altehrwürdig anmutendes Haus in den Himmel. Sophie hielt es erst für ein Schlosshotel oder ein Museum, doch ein Sc***d neben der Einfahrt, auf dem „Privatbesitz – Betreten verboten“ stand, machte ihr klar, dass dieses Weiß verputzte Luxusdomizil vermutlich für das nächste Jahr ihr Zuhause sein sollte. Das Tor der Einfahrt öffnete sich und der Wagen begann wieder, langsam auf das Haus zuzurollen. Nun ging es also wirklich los. Sophies erstes Jahr als Sklavin.

Die Regeln

Als der Wagen vor den großen Türen des Schlosses hielt, schlug Sophie Mauser das Herz bis zum Hals. Sie wusste, dass es kein zurück mehr gab. Sie hatte sich für ein ganzes Jahr ihres Lebens verkauft. In dem Moment, in dem der Fahrer ihr die Tür des Wagens öffnete und ihr signalisierte auszusteigen kam sie sich auf einmal unendlich dumm und naiv vor. Sie kannte diesen Mann nicht. Sie hatte nicht einmal ein Bild von ihm gesehen. Und doch hatte sie ihm die volle Verfügung über sich selbst und ihren Körper gegeben. All das nur für 200.000 Euro. Mit Gänsehaut am gesamten Körper stieg sie die Steinstufen zum Eingang hoch, während Silvio, der Chauffeur ihres neuen Herrn neben ihr ging und ihre Koffer trug. Kaum hatte sie die letzte Stufe betreten, da öffnete sich die Tür automatisch. „Herr Ebstein hat das gesamte Haus auf den neusten Stand der Technik gebracht, nachdem er es vor drei Jahren erworben hat.“, erklärte der Angestellte. Hinter der Tür offenbarte sich ein großzügiger Eingangsbereich, an dessen Kopf sich eine aufwendige, hölzerne Flügeltreppe befand. Silvio bedeutete Sophie ihm zu folgen, woraufhin sie gemeinsam den Raum durchquerten und eine Seite der Flügeltreppe erklommen. Daraufhin gingen sie durch einige Korridore und Flure, bis sie schließlich An einer dunklen Holztür am Ende eines langen Ganges angelangten. „Dies ist ihr Zimmer für die Dauer ihres Aufenthalts.“, erklärte er. Er stellte die Koffer ab und wandte sich Sophie zu. „An dieser Stelle werde ich mich von ihnen verabschieden. Alles, was sie zu wissen brauchen finden sie in dem Zimmer.“ Daraufhin machte er kehrt und ließ Sophie allein vor der Tür zurück, die sich inzwischen ziemlich verloren fühlte. Sie atmete einmal tief durch und drückte die Klinke des Raumes herunter. Langsam schwang sie auf. Der Raum auf der anderen Seite war ein Schlafzimmer, in dem sich ein antik anmutendes Doppelbett, ein dunkler Holzschrank und eine offene Tür, die in ein kleines Bad führte befanden. Es handelte sich augenscheinlich um ein Zimmer an einer der Ecken des Gebäudes, denn es wurde aus zwei Fenstern, die in die zwei freien Wände eingelassen waren, mit hellem Sonnenschein durchflutet. Sophies Augen brauchten einen Moment, um sich an die Helligkeit der Mittagssonne zu gewöhnen. In einer Ecke des Raums stand ein kleiner Sekretär mit einem Holzstuhl, der ihr sofort auffiel, nachdem sie wieder klar sehen konnte. Die Schreibtis*hlampe war angeschaltet und auf der Arbeitsfläche lag ein Zettel. Neugierig ging sie auf diesen zu, setzte sich hin und begann zu lesen:

Guten Tag Sophie,

mein Name ist Johannes Ebstein. Ich bin der Besitzer dieses Hauses und ab heute dein neuer Herr. Ich freue mich, dass du diesen Schritt gewagt hast und blicke mit Vorfreude auf das kommende Jahr. Leider werde ich erst morgen Abend zurück kommen, bis dahin bist du allein. Damit du die Zeit nutzen kannst, habe ich diesem Schreiben die Regeln beigelegt, die du als meine Dienerin zu befolgen hast. Doch bevor du sie liest möchte ich, dass du all die Sachen ablegst, die du gerade trägst. Ich möchte, dass du damit all die Sachen ablegst, die dich an dein altes Leben binden. Direkt neben dem Schreibtisch, auf dem dieser Brief liegt, befindet sich ein Wäscheschacht. Ich möchte, dass du all deine momentane Kleidung hinein wirfst, bevor du anfängst, die Regeln zu lesen.

J. Ebstein

Sophie atmete auf. Bis morgen Abend würde sie also Zeit haben, sich an die aktuelle Situation zu gewöhnen. Dann sah sie neben sich. Die kleine Stahltonne, die sie erst für einen Papierkorb gehalten hatte, war also in Wirklichkeit ein Wäscheschacht. Da sollte sie jetzt also ihre Kleidung hinein werfen? Obwohl es nicht kalt war, lief ihr ein Schauer über den Rücken. Sollte sie das wirklich tun, nur weil ein Blatt Papier es so wollte? Die Vorstellung, es zu tun, erschien ihr auf einmal grotesk. Also legte sie die erste Seite beiseite, ohne den Befehl ausgeführt zu haben und las weiter:

REGELN

§1: Diese Regeln gelten als eine Richtlinie für das Handeln der Dienerin. Nur das Wort des Herrn/Meisters wiegt höher als diese Regeln. Die Dienerin hat sich ununterbrochen nach diesen Regeln zu richten.

§2: Die Dienerin (auch Sklavin, Zofe oder Sub) ist Eigentum des Meisters. Der Meister verfügt über ihren Geist und Körper wie über jedes andere seiner Besitztümer.

§3: Die Dienerin hat jeden Befehl ihres Meisters unverzüglich auszuführen. Persönliche Bedenken, Abneigungen oder Ängste der Dienerin spielen dabei keine Rolle.

§4: Ungehorsam wird bestraft. Sollte die Dienerin einen Befehl nicht, nicht vollständig oder nicht zufriedenstellend ausführen, oder den Meister in Frage stellen, so wird der Meister sie nach persönlichem Ermessen bestrafen. Die Dienerin hat diese Bestrafung dankend entgegenzunehmen.

Sophie wurde unruhig. An was für einen Menschen war sie da geraten? Als sie den Vertrag der Agentur unterschrieben hatte, hatte sie auf ein Leben als hochkarätige Escortdame eines älteren, aber charmanten Millionärs gehofft. Doch dieser Mann schien ein Sadist zu sein! Mit flachem Atem las sie weiter:

§5: Die Dienerin hat für den einwandfreien Zustand des Hauses und für ihren Meister zu sorgen. Dazu gehört das reinigen des Hauses genau so wie die Essensversorgung, die Wäsche der Klamotten und die allgemeine Zufriedenheit des Meisters.

§6: Die Dienerin hat kein Recht auf Privatsphäre. Jedes Zimmer des Hauses ist mit einer Überwachungskamera ausgestattet, die durchgängig das Geschehen aufzeichnet und von überall mithilfe einer Internetverbindung angesehen werden kann. Die Dienerin hat sich stets so zu verhalten, dass sie von diesen Kameras gesehen werden kann. Die Aufnahmen sind Eigentum des Meisters, mit dem er beliebig verfahren kann.

Sophie blickte im Raum umher, bis sie wie vom Blitz getroffen zusammenzuckte, als sie an der Decke in der Mitte des Raumes die Kamera entdeckte, die genau auf sie gerichtet war. Ein rot blinkender Punkt neben der Linse machte ihr unmissverständlich klar, dass sie seit ihrem eintreffen unter Beobachtung stand. Es dauerte einen Moment, bis sie zwei und zwei zusammengezählt hatte, aber sobald sie es getan hatte, durchfuhr sie ein weiterer Schock: Die Sache mit der Kleidung war ein Test gewesen! Und sie hatte in diesem Test soeben versagt. Sobald der „Meister“ die Aufnahmen sah, würde er wissen, dass sie sich seinem Befehl im ersten Brief widersetzt hatte. Panisch versuchte Sophie, ihren Fehler wieder gut zu machen, indem sie sich so schnell sie konnte ihre Kleidung vom Leib riss und diese in den Schacht warf. Als sie Schuhe, Rock und Strumpfhose in dem tiefschwarzen L*ch hatte verschwinden lassen, war ihr Blazer an der Reihe. Das nicht zu überhörende Geräusch kurz nach dem Einwurf machte Sophie klar, dass sie gerade nicht nur ihr Kleidungsstück, sondern auch ihr Handy entsorgt hatte. Doch daran konnte sie sich gerade nicht aufhalten. Sie knöpfte hastig ihre Bluse auf und warf auch sie weg. Jetzt stand sie nur mit Unterwäsche bekleidet vor der Überwachungskamera. Als sie an ihren Rücken griff, um ihren BH zu öffnen, schoss ihr die Schamesröte ins Gesicht. Sie genoss es zwar, die Kunden im Restaurant mit ihrem Ausschnitt und ihrem Körper um den Finger zu wickeln, aber diese vollkommene Entkleidung war eine völlig andere Hausnummer. Als sie das Stück weiße Spitzenunterwäsche ablegte, bedeckte sie ihre Brüste schüchtern mit dem anderen Arm. Als sie ihre Hand zu ihrem Slip führte, bemerkte sie, dass dieser unnatürlich feucht war. Einen Moment lang glaubte sie, sie hätte sich vor Scham eingenässt, doch als sie das kleine Stück Stoff packte, um es abzustreifen kam sie zu der Erkenntnis, das sie tatsächlich erregt war. Diese Tatsache steigerte ihre Scham um ein vielfaches. Da war irgendein Mann, der ihr Befehle gab und mit Strafen drohte und sie wurde davon auch noch Geil? Das konnte doch nicht sein! Doch sie konnte sich nicht selber anlügen, wenn ihr Saft schon fast an ihrem Bein entlanglief. Während sie versuchte, sich mit beiden Händen sowohl ihre Brüste als auch ihre feuchte Scham zu bedecken warf sie nun auch den Slip in den Wäscheschacht. Als er wieder zuklappte, setzte Sophie sich wieder an den Tisch. Als das kalte, lackierte Holz des Stuhls ihren Spalt berührte, zog sie scharf Luft ein. Während ihre rechte Hand sich ganz unbemerkt in Richtung ihres Schoßes bewegte, las sie weiter:

§7: Die Dienerin ist nicht Eigentümer ihres Körpers. Die Dienerin hat den Meister in allen Fragen die sie, ihren Körper oder ihre Gesundheit betreffen zu befragen und seine Entscheidungen folge zu leisten.

Sie spürte ihren Saft an ihren Fingern. Es hatte sich eine kleine Lache auf dem Stuhl gebildet.

§8: Wenn die Dienerin allein oder nicht in Benutzung ist, so muss sie die Dienstmädchenkleidung tragen. Diese besteht aus einer schwarzen Zofen-uniform mit Unterbrustkorsett und high heels. Weitere Kleidung oder Unterwäsche ist nicht gestattet. Brüste, Scham und Gesäß der Dienerin müssen stets zugänglich sein.

Als sie ihre Perle berührte, stieß Sophie einen unwillkürlichen Seufzer aus. Auf einmal schien all ihre Angst zu verfliegen. Es war, als würde die Welt um sie herum still stehen.

§9: Die Dienerin hat die Pflicht, sich in gutem Zustand zu halten. Dazu zählt das Entfernen aller Körperhaare und die Ästhetik des Körpers, die mit allen möglichen Mitteln zu erhalten/zu verbessern ist.

Ihr Atem wurde schneller. In ihren Gedanken spielte sich ein Feuerwerk der Emotionen ab. Sie wurde immer ekstatischer. Sie spürte, wie sie die Kontrolle verlor.

§10: Die Lust der Dienerin gehört dem Meister. Der Dienerin ist es ausnahmslos verboten, sich selbst Lust oder Befriedigung zu verschaffen. Sollte sie es dennoch tun, muss sie aufs Härteste bestraft werden.

Sie las den Text zwar, aber registrierte die Worte einfach nicht mehr. Sie warf den Kopf in den Nacken und begann, laut zu stöhnen. Während sie leicht zuckte, erlebte sie einen Höhepunkt wie noch nie in ihrem Leben zuvor. All die Angst, all die Nervosität, all die Anspannung der letzten Tage und Wochen entlud sich in ihrem Körper wie ein Wasserfall. Sie fühlte sich, als gäbe es nur sie und ihre Lust. Ihr Körper bebte, während sie hemmungslos ihre Lust herausschrie, als würde sie nicht gerade wissen, dass jemand den sie nicht kannte sie in diesem Moment beobachtete und alles aufzeichnete. Als würde sie nicht wissen, dass dieser Moment bittere Konsequenzen für sie bedeuten würde.

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